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Letzte Änderung: 09.02.2012

Stuttgart 21

Bündnis 90/Die Grünen Singen/Htwl.

Pressemitteilung vom 12.10.2010

Betr. Stellungnahme von OB Ehret zu Stuttgart 21

„Oben bleiben“ in Stuttgart und in Singen!

In seiner Stellungnahme mit anderen Oberbürgermeistern und Landräten zu Stuttgart 21 hat der Singener Oberbürgermeister Ehret seine Meinung geäußert, aber damit nicht für alle Menschen aus Singen gesprochen.

 Die Projektbetreiber für Stuttgart 21 nennen die Zahl von 4,1 Milliarden Euro als Baukosten für den unterirdischen Bahnhof in Stuttgart. Der Bundesrechnungshof geht von mindestens 5,3 Milliarden Euro aus, andere Gutachter von noch höheren Kosten. Wie kann man bei einem feststehenden Investitionsbudget der Bahn glauben, dass bei einen Großprojekt, das eher teurer als billiger wird, noch Geld für die Gäubahn übrig bleibt?

Nach dem Krieg haben die Franzosen das zweite Gleis der Gäubahn als Reparationsleistung abgebaut. In den letzten 60 Jahren ist es nicht gelungen, das zweite Gleis komplett wieder aufzubauen. Wieso soll das jetzt gelingen, wenn ein großer Anteil des Investitionsbudgets der Bahn in Stuttgart21 fließt? Auch die anderen Bundesländer werden nicht einfach nur zusehen, wie noch mehr Geld in Baden-Württemberg in die Bahninfrastruktur investiert wird, denn bei ihnen gibt es ebenfalls Ausbaubedarf.

Auch in Singen gibt es eine überzogene Planung um den Bahnhof. Die Stadt hält noch immer an einer Autounterführung mit unterirdischer Tiefgarage in der Bahnhofstraße fest. Die Kostenschätzungen liegen bei 12 Millionen Euro. Die Grünen fordern auch hier „oben bleiben“. Eine einfachere Lösung, die dann auch bald realisierbar wäre, würde den Bürgerinnen und Bürgern und dem ÖPNV deutlich mehr helfen.